Prozedurale Bilder statt festgeschriebener Pixel
Fractal Designer speichert ein Werk als Beschreibung seiner Ebenen und Parameter. Ob Mandelbrot-Menge, Voronoi-Muster, Text oder Schlagschatten: Beim Rendern wird die Komposition neu berechnet. Dadurch bleiben Projekte klein, Änderungen verlustfrei und Ausgaben unabhängig von der Arbeitsauflösung.
70 Generatoren und 35 Effekte ergeben 105 Ebenentypen, die sich in einer vertrauten Struktur stapeln lassen. Eigene Bilder und Videoclips verhalten sich wie normale Ebenen: Sie können transformiert, gemischt, maskiert oder zeitlich zugeschnitten und mitsamt dem Projekt gespeichert werden. Elf Mischmodi, Gruppen mit eigener Effektkette sowie Masken nach Farbe, Verlauf oder Ebenenhelligkeit verbinden die Bausteine. WebGPU rendert die Szene auf der lokalen Grafikkarte und berechnet dank Ebenen-Cache nur neu, was sich tatsächlich geändert hat.
Mehr Motive, schneller gefunden
Feather und SFX erweitern die Fraktalauswahl. Hénon, Duffing, Ikeda und Chirikov machen die Wirkung wechselnder Parameter als zoombare Bilder sichtbar. Die neue Gruppierung von Fraktalen und Effekten erleichtert das Finden, ohne gespeicherte Projekte zu verändern.
Vorlagen und gezielte Korrekturen
16 Vorlagen liefern einen fertigen Ausgangspunkt. Geben Sie dem Dokument einen Namen, der auch beim Speichern und Exportieren verwendet wird. Einzelne Transformationen oder alle gemeinsam lassen sich zurücksetzen und als ein Schritt rückgängig machen. Vorlagenwechsel und das Öffnen einer anderen Datei fragen bei ungesicherter Arbeit nach; bei vollem Speicher erinnert die App ans manuelle Speichern.
Von tiefem Zoom bis großformatigem Druck
- Die normalen Ebenen für Mandelbrot, Julia, Burning Ship, Tricorn, Celtic, Spider und Phoenix schalten vor sichtbaren Präzisionsblöcken automatisch auf genauere Arithmetik; spezielle Tiefenzoom-Ebenen reichen noch weiter.
- Laden Sie Musik, verknüpfen Sie Zahlenparameter mit Pegel, Bass, Mitten, Höhen, Beats oder Helligkeit und exportieren Sie MP4 oder WebM mit synchronem Ton beziehungsweise transparentes APNG.
- Erkunden Sie Mandelbrot-Motive per Perturbationstheorie weit über die übliche Shader-Genauigkeit hinaus.
- Kombinieren Sie klassische Fluchtzeitfraktale, sechs per Raymarching erzeugte 3D-Fraktale, Pflanzen, Muster, Formen, Text und ASCII-Art.
- Animieren Sie vollständige Szenenzustände mit Keyframes, Kamerafahrten, Onion Skinning und Ping-Pong-Wiedergabe.
- Verwenden Sie ein eigenes Bild als zweidimensionalen Verlauf und modellieren Sie Flächen mit Beleuchtung aus Farb- oder Alphaverläufen plastisch.
- Präsentieren Sie die fertige, laufende Komposition bildschirmfüllend ohne Werkzeuge und Bedienfelder.
- Gestalten Sie transparente Kompositionen mit sauberem, vormultipliziertem Alpha.
- Exportieren Sie PNG, animiertes PNG, separat angebotene MP4- oder WebM-Videos oder ein gekacheltes PDF in physischer Größe mit 300 dpi.
- Erstellen Sie Oklab-Farbverläufe und bewahren Sie sie in einer lokalen Bibliothek für weitere Projekte auf.
Ein typischer Arbeitsablauf
- Öffnen Sie eine der 16 Vorlagen oder beginnen Sie mit einer transparenten Seite.
- Ziehen Sie Generatoren, Effekte, Bilder oder Videoclips auf die Leinwand und ordnen, gruppieren oder maskieren Sie die Ebenen.
- Passen Sie Parameter, Farbverlauf, Transformation und Maske im Inspektor an; verschieben und zoomen Sie die Ansicht direkt auf der Leinwand.
- Legen Sie optional Keyframes an und prüfen Sie die Animation auf der Zeitleiste.
- Stellen Sie das gewünschte Seitenformat ein und exportieren Sie Bild, Animation, Video oder PDF – oder speichern Sie das Projekt als JSON.
Für Design, generative Kunst und Entwicklung
Die App ist für Menschen gedacht, die prozedurale Bilder ohne Shaderprogrammierung aufbauen und anschließend in einer praktisch nutzbaren Größe ausgeben möchten. Fraktalwissen ist nicht erforderlich; die Vorlagen liefern fertige Kompositionen zum schrittweisen Zerlegen. Erfahrung mit Ebenen, Mischmodi und Masken erleichtert den Einstieg.
Lokale Verarbeitung und technische Grenzen
Dokumente, Exporte und Einstellungen bleiben vollständig im Browser. Importierte Musik, Bilder und Videos werden für die Sitzung im Browserspeicher gehalten und in die JSON-Projektdatei eingebettet, sodass ein gespeichertes Projekt vollständig auf einen anderen Rechner umziehen kann. Privates Surfen, gelöschte Websitedaten oder ein voller Datenträger können die lokale Sitzung entfernen; die exportierte Projektdatei bleibt davon unabhängig.
Die App benötigt WebGPU und eine Desktopbreite von ungefähr 1000 Pixeln; für Videoexport ist zusätzlich WebCodecs erforderlich. Es gibt keinen Offline- oder Mobilmodus. Videos besitzen keinen Alphakanal und füllen transparente Bereiche mit dem gewählten Seitenhintergrund, PDF-Ausgaben legen sie für den Druck auf Weiß. Die Oberfläche ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. Viele Editoraktionen sind per Tastatur möglich, der gerenderte Leinwandinhalt bleibt für Screenreader jedoch unsichtbar.
Funktionen zum Entdecken
Diese Auswahl führt direkt zu den ausführlichen Erklärungen der wichtigsten Möglichkeiten.
